Der Bayer und sein verhasstes Ü

Da es für Twitter leider viel zu viel Text werden würde, mal eben den Blog hier abstauben und dafür “missbrauchen”.

Heute hat man mir in einer WhatsApp-Gruppe einen Text zukommen lassen, von dem ich den Autor leider nicht kenne, ich ihn aber dennoch gerne mit euch teilen möchte.
Ich selbst bin ja auch “des Bayrischen” mächtig – und selbstverständlich stolz darauf. Das ist deswegen in Anführungszeichen geschrieben, da es “den bayrischen Dialekt” nicht gibt. Da gibt es viele Unterscheide – teilweise sogar von Ort zu Nachbarort.
Über besagtes Thema “Der Bayer und das Ü” hab ich mir bislang noch nie Gedanken gemacht, jedoch hat der Text dabei in der Tat Recht – viel Spaß beim Lesen :D

Warum mia Bayern ned “TSCHÜSS” sogn kena:

Wenn sich zwei Bayern voneinander verabschieden, fallen in der Regel
für jedermann verständliche Worte wie Ciao oder Servus.

Das urbayerische Pfiadi stößt in manchen Bundesländern bereits auf Abschreckung und Unverständnis. Warum aber sagen die Bayern eigentlich nicht einfach Tschüß wie überall in Deutschland?

In der bayerischen Sprache gibt es den Umlaut ü gar nicht!

Wie bitte? In der bayerischen Sprache gibt es kein ü? Das kann doch gar nicht sein, es gibt doch fast unendlich viele Wörter, die ein ü enthalten, oder?

Wie heißt nochmals die Hauptstadt von Bayern…? Fühlen wir der
bayerischen Sprache mal auf den Zahn, was den Vokal ü betrifft und wir werden sehen, dass der Bayer tatsächlich immer einen Weg findet, dem ü aus dem Weg zu gehen.

In der bayerischen Sprache gibt es nämlich mehrere
Phonetikregeln, die bestimmen, wie das geschriebene ü in der Sprache klingen muss.

Regel 1:

Im einfachsten Fall wird der Umlaut ü einfach durch den ähnlichen Umlaut u ersetzt. Das dürfte auch Auswärtigen keine allzu großen
Umstellungsschwierigkeiten bereiten.

Hochdeutsch ü Bayerisch u :

drücken = drucka

Mücke = Mugg

hüpfen = hupfa

Brücke = Bruggn

Regel 2:

In vielen Fällen wird der Umlaut ü durch den in der bayerischen Sprache ohnehin viel gebrauchten Umlaut i ersetzt. Auch diese Regel ist in der Praxis schnell umsetzbar.

Hochdeutsch ü Bayerisch i :

Schüssel = Schissl

Krüppel = Gribbe

Dübel = Dibe

München = Minga

Büffel = Biffe

Tüftler = Diftla

Strümpfe = Strimpf

Hütte = Hiddn

Regel 3:

Mit der dritten Regel haben vor allem Preußen ihre Mühe. Hier wird der Umlaut ü nämlich durch eine Kombination zweier Umlaute ersetzt. Man beginnt mit einem schrillen i, welches man schleifend in ein a rüberzieht.

Hochdeutsch ü Bayerisch ia :

müde = miad

Hosentürchen = Hosndial

Kühe = Kia

süß = siaß

Füße = Fiaß

gemütlich = gmiatle

Schürze = Schiazl

Regel 4:

Ähnlich wie bei Regel 3 wird auch hier der Vokal ü durch eine
Kombination zweier Standard-Vokale ersetzt. Die Aussprache des u und i muss in einer einzigen Mundbewegung erfolgen. Da diesen beiden ineinander gezogenen Umlauten meist noch ein n folgt, tun sich viele Erstklässler der bayerischen Sprache besonders schwer mit dieser Regel.

Hochdeutsch ü Bayerisch ui :

kühlen = kuihn

Mühle = Muih

zerknüllen = zknuin

füllen = fuin

Gefühl = Gfuih

Regel 5:

Die schwierigste und selten gebrauchte Regel wandelt den Vokal ü in die beiden Vokale e und a um. Nach Regel 5 ausgesprochene Wörter werden außerhalb Bayerns nur noch in Einzelfällen verstanden.

Hochdeutsch ü Bayerisch ea :

grün = grea

Blümchen = Bleamal

Regel 6:

Ist auf ein Wort, welches ein ü enthält keine der Regeln 1-5 anwendbar, so wird das Wort durch ein neues ersetzt.

Bayerisch-Lernende müssen hier ganz einfach Wörter pauken, genau so als würde man französisch oder spanisch lernen.

Hochdeutsch ü Bayerisch neues Wort :

küssen = bussln

pflücken = brogga

Pfütze = Lagga

Rücken = Buckl

Lümmel = gscherta Lackl

Gülle = Odl

Hühnchen = Giggal

Man sieht, dass der Bayer mit allen Mitteln versucht, dem ü aus dem Weg
zu gehen. Dem Bayer behagt es nicht, seinen Mund zu spitzen. Vielleicht
liegt das daran, dass er im Vergleich zu anderen Deutschen seinen Mund
beim Bier Trinken eh so oft spitzen muss… Also, Prost mitanand!

Wie bereits erwähnt: der Autor ist mir leider unbekannt – sollte ihn jemand kennen, so darf er sich gerne melden, sein oder ihr Name darf gerne darunter stehen.

Ein Wink des Schicksals?

Unverhofft kommt oft!

Kennt jeder. Ausnahmslos. Und mal wieder hat es sich bewahrheitet :D

Ich hege ja so den langfristigen Plan, diesen unsäglichen Bauch da vorne endlich mal auf ein normaleres Niveau abzuspecken, zusätzlich zu den ohnehin schon geschafften 30/40 kg, ganz genau weiß ich das nicht – und vielleicht ist es auch besser so :D

So hab ich heute zufällig in der ZDF-Mediathek die neo-Produktion “Wie werd ich…?” gefunden und mir die Episode “Wie werd ich schlanker?” angesehen. Das ist auf jeden Fall seriöser als irgendwelche ominösen Pauschal-Diäten oder sonstiges. Ein Teil dort: Aufbau von Muskelmasse, um selbst im Ruhezustand mehr Energie und somit Kalorien bzw. Fett zu verbrennen.

Gut, ich bin jetzt kein großer Muckibuden-Fan, schon allein wegen der teilweise exorbitanten Kosten dafür. Bei dem Studio auf der anderen Straßenseite bei mir gibt es beispielweise die Mitgliedschaft für 54 Euro im Monat. Und das wohlgemerkt “ab”! Ne, das muss günstige gehen. Aber daheim? Hm. Überlegung: so eine Hantel wäre doch eigentlich was. Klein, problemlos daheim aufbewahrt, nicht teuer, einmalige Anschaffung. Gedanke erstmal zur Seite geschoben und sich mehr der Ausdauer gewidmet: zum Bahnhof gefahren und mein Fahrrad aus dem Fahrrad-Parkhaus dort geholt. Auf dem Fußweg die Straße entlang dort hin passierte plötzlich unerwartetes.

In Gedanken und im Handy versunken beim Nachlesen der Timeline bemerkte ich im Augenwinkel, dass ich plötzlich an einem Tisch vorbeigehe. Der da nicht hingehört. Eigentlich.

Etwas irritiert bleibe ich stehen und bemerke: zwei Schreibtische, ein Bürostuhl stehen da und auf jenem sogar zwei Hanteln. Noch mehr irritiert blicke in die andere Richtung, da kommt plötzlich jemand aus dem Hauseingang gegenüber. “Willst was haben? Ich verschenk das Zeug, brauch ich nicht mehr! :)”

Gut, jetzt war ich völlig baff. Aber Hey, irgendwie trifft sich das. Die beiden Hanteln hab ich dann doch sehr gerne genommen. Sahen gut aus. Erstmal im Schließfach noch hinterlegt, habe noch keinen Fahrradkorb für das neue Rad und so kann man die recht schwer transportieren.

Fazit von dem abendlichen Ausflug? Geile Sache! :’D

   
 

Kellerleichen in Kastenform

Wir schreiben den 17. April 2015 am frühen Abend.

Martin (@macwinnie) ist in privater Mission ganz bei mir in der Nähe unterwegs und schlug auf dem Rückweg kurz bei mir aus. Hatten uns wortwörtlich zwischen Tür und Angel ein wenig unterhalten, bis er dann komplett heim wollte. Ich wollte dann eben noch schnell mit runter gehen und aus dem Bierkasten in meinem Keller ein Feierabendbierchen holen, der Vorrat im Kühlschrank war bereits leer.

Ich gehe also zu meinem Kellerabteil, schließe mein Schloss auf und grei… Moment!

Der Bierkasten steht nicht wie üblich direkt an der Wand, etwas weg von der Tür. Die Stäbe der Metallgitter-Tür sind so eng, da passt keine Flasche durch übrigens. Und nicht nur der Kasten war weiter von der Wand weg in der Mitte des Abteils, auch war sehr merkwürdig: einer Flasche fehlte der Kronkorken. Ich entnehme die Flaschen aus dem Kasten immer in einem gewissen System (das ist der kleine Monk in mir) – und hier hatte ich noch nicht angefangen. Habe also etwas gerätselt, was hier los sein könnte. War ich total bescheuert? Wieso sollte ich den Kasten mitten in das Abteil stellen? Und das mit der Flasche passt nicht zu mir. Aber niemand anderes hat Zugriff zum Keller. Ist ein sicheres Schloss.

Etwas ratlos stand ich also vor meinem Keller und grübelte und kam auf keine Lösung. Nunja, dachte ich, auch egal. Bist halt doof. Will mir zwei Flaschen greifen und wieder gehen. Und was passiert: ich entnehme zwei komplett leere Flaschen. Völlig irritiert stelle ich fest, dass es nicht dabei bleibt. Ganze 5 Flaschen waren leer, auf vier wurden die Kronkorken ganz vorsichtig offenbar wieder drauf gedrückt.

Und dass das alles heute passiert sein musste verriet ein anderes kleines Detail: es staubt wahnsinnig in dem Keller. Gestern stellte ich leere Flaschen in den Kasten. Die waren schon wieder mit Staub bedeckt. Diese fünf allerdings waren total frei von Staub. Und die Krönung? Als ich heute heim kam, da sah ich doch Handwerker (wie üblich auf unserer Baustelle aktuell), die auch in den Kellerräumen beschäftigt waren.

Jetzt zählt mal 1 und 1 zusammen…

Unfassbar.

 

UPDATE

18.04., 17 Uhr: Wie erwartet zeigt sich mein Vermieter mal wieder von seiner besten Seite. Und das völlig ohne Ironie. Nicht nur, dass er sich als erster Beteiligter dazu gemeldet hat in weniger als 24 Stunden – nein, er hat sogar angeboten, wenn von Seiten der Bauträgerfirma nichts kommt, dass er den entstandenen Schaden (also die fünf Flaschen Bier) ersetzen würde. Wenngleich das natürlich nicht notwendig ist von meiner Seite aus, so ist es doch eine wahnsinnig nette Geste. Ich habe einen tollen Vermieter! :)

Der alltägliche Wahnsinn

Da ich gerade Zeit habe in meiner Bereitschaft möchte ich euch mal ein wenig aus meinem Alltag und dem “Wahnsinn”, den man so als Lokführer Tag ein Tag aus erlebt, berichten. Es geht dabei um meine Schicht vorgestern, Stuttgart und zurück.

Begonnen hat es in der Früh um ca. 7 Uhr. Der erste Weg führt mich dabei in meiner Dienststelle zum Lokleiter. Bei ihm erhalte ich meine Schicht, meinen Einsatzplan für die nächsten Tage und alles wichtige an betrieblichen Unterlagen für meine Fahrt. Noch schnell die Wasserflasche aufgefüllt – man will ja unterwegs nicht verdursten – und dann ging ich auch wieder runter in die Halle vom Hauptbahnhof. Continue reading

Goodbye Akku, Take Two!

Ja, ist weniger witzig, als es möglicherweise klingen mag im Titel – mein zweiter Akku vom MacBook ist dann damit auch hinüber. Besser gesagt der erste, der nachgekaufte ging ja eher kaputt, habe ich ja hier geschrieben: http://transltr.de/2014/03/goodbye-akku/

Nun, was ist passiert? Habe angefangen, mein MacBook wieder verstärkt mit Akku zu benutzen, auch nachdem ich umgezogen bin nach Augsburg und dort keinen klassischen Schreibtisch mehr habe und oftmals einfach mit Laptop auf dem Sofa sitze. Da bietet sich der Akku natürlich an. Dass mein übriggebliebener, damals im Lieferumfang meines MacBook Pros 5,1 (Late 2008; erstes Unibody-Modell) enthaltener, Akku nicht mehr so tolle Leistung hatte, obwohl er nur knapp über 130 Ladyzyklen hinter sich bringen musste, war mir bewusst. OS X schrieb sogar mal “Service Battery” – nahm ich zur Kenntnis, es hieß aber schon, dass es nicht dringend sei, man könne den Akku nutzen, solle aber demnächst mal von einem Experten angesehen werden. Nach einiger Regenerierung (der Akku ist länger rumgelegen; mit Ladung natürlich) verschwand dieser Hinweis auch wieder. Bis ich selbst einen Termin an der Genius Bar im Apple Store um die Ecke machte. Was war passiert? Continue reading